Information
über das King Cruiser Wrack
Am vierten Mai 1997 rammte die King Cruiser Fähre auf
ihrem Weg von Phuket nach Phi Phi ein auf dem Weg liegendes
und bei Tauchern sehr populäres Unterwasser Riff und
teilte es in zwei Hälften. Die Wucht des Aufpralls riss
ein großes Loch in einen der Rümpfe des riesigen
Stahlkatamarans. Nur 17 Minuten später sank der angeschlagene
Riese auf den Meeresgrund, wo er nun in einer Tiefe von 30
Metern in einem ganzen Stück und in waagerechter Lage
als perfektes Tauchwrack dient.
Alle 561 Passagiere, bestehend aus Thais und Touristen aus
aller Welt, konnten unverletzt gerettet werden, bevor die
Fähre etwa 10 Seemeilen vor Phi Phi sank. Polizei Patroullien-Boote
und etwa fünf Fischerboote nahmen die geschockten und
teilweise leicht verletzten Passagiere an Bord, nachdem sie
den Notruf über Funk gehört hatten. Eine ältere
Frau wurde leider schwer verletzt mit einem gebrochenen Rückgrat
in ein Krankenhaus eingeliefert.
Das Wrack liegt aufrecht in einer Tiefe von 30 Metern und
ist in einem Stück, obwohl mittlerweile der obere, vordere
Teil des Decks bereits zusammengebrochen ist. Der einfachste
und zugleich sicherste Einstieg in das Wrack ist durch den
hinteren Teil, wo sich die verschiedenen Lade- und Autodecks
befinden. Das obere Deck beginnt schon in nur zehn Metern
Tiefe und ist sehr einfach zu betauchen. Auf den Autodecks
findet man noch diverse Maschinenteile und Reifen.
Die nun mit Steinkorallen und Muscheln bewachsenen relings
führen Stufen hinauf durch Türen zum Passagierdeck,
in dem noch die Sitzreihen erkennbar sind. Natürlich
sehen die Aufenthaltsräme nicht mehr so einladend aus
wie zu "Lebzeiten" des King Cruisers, bevor sie etwa 30 Meter
"tiefergelegt" wurden. Das zusammengebrochene Vorderdeck liegt
auf 16 Meter Wassertiefe und um die bereits mit Korallen und
Muscheln bewachsenen Picknicktische und Stühle tummeln
sich bunte Riff-Fische, während man weiter hinten große
Schulen von Schnappern sehen kann, die hier Schutz vor der
teilweise starken Strömung suchen. Das obere Deck ist
von vorne bis hinten gespalten, was Ursache fuer den Zusammenbruch
gewesen sein mag. Weiter oben findet man einen mit Luft gefüllten
Eimer, der in einem Wirrwarr von Stahlträgern eingeklemmt
ist. Zwei Luftschächte sind hart umkämpftes Revier
zweier Papageifisch- und Barschfamilien.
Natürlich ist der Untergang des King Cruisers ein trauriges
Ereignis, besonders wenn Menschen und besonders Natur darunter
leiden mußten. Das Anemonenriff ist heute mit abgebrochener
Spitze immer noch da, wo es immer war und beherbergt immer
noch eine Menge an farbenfrohem maritimen Leben. Ist auch
der eine Unterwasserriese etwas angeknackst, so ist der unter
Naturschutz stehende Bereich um den Shark Point letztendlich
um ein Riff reicher geworden. Das Wrack wurde zuerst vom Moskito
Diving Gründer Heinz Oswald und seinem Team im Rahmen
von Untersuchungen zum Unfallhergang für die Schiffseigner
Songserm Travel Centre Company und Ferry Line Plc betaucht.
King Cruiser Fotogalerie Hier
 
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